Wildpflanzen, die an ihrem natürlichen Standort wachsen, sind ursprünglich, echt, intensiv
im Geschmack und strotzen vor Vitalität. Diese Attribute fehlen unseren hochgezüchteten
Kulturgemüsen und Getreiden oft gänzlich. Die durchwegs sehr hohen Werte an Vitaminen,
Mineralstoffen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzeninhaltsstoffen machen Wild-
pflanzen zu einem „natürlichen Stärkungsmittel“. Selbstverständlich ist eine Pflanze aber
viel mehr als die Summe ihrer analysierbaren Inhaltsstoffe. Sie ist ein kraftvolles Lebewesen,
vor allem wenn sie wild wächst. Das Sammeln in der Natur, sowie das anschliessende Kochen
und Essen, sind spannend und regen zu einem bewussten Umgang mit Ernährung und Natur an.

Mancherorts mag es verpönt sein wilde Pflanzen zu essen, doch Tatsache ist, dass ihre
Beliebtheit in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Darauf weist z.B. die grosse
Anzahl an Büchern zum Thema hin. Längst hat auch die (Gourmet-) Gastronomie die
Wildpflanzen mit ihren vielfältigen Geschmacksnuancen für sich entdeckt.